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Die Schubkraft der Ablehnung

Du möchtest gerne eine Veränderung bewirken. Du bist dir klar darüber, was du wirklich willst. Du hast dein WARUM erforscht und bist dir sicher, dass diese neue Gewohnheit dich in die gewünschte Richtung führen wird. Du möchtest sehr gerne in dieser neuen Gewohnheit wohnen.

Genial. Du hast eine ideale Basis für eine neue Gewohnheit geschaffen. Fühlst du dich nun motiviert?

Woher beziehst du den Energieschub, die Veränderung jetzt anzugehen?

Viele Menschen folgen da einem bestimmten Muster.
Sie stauen die Ablehnung, den Ärger über den alten Zustand so lange in sich auf, bis das Maß voll ist. Das Fass überläuft. Die emotionale Ladung einfach nicht mehr auszuhalten ist. Es jetzt einfach sein MUSS. Das Alte dich krank macht. Diese ganze Negativität schon so lange in dir gärt, dass du an nichts anderes mehr denken kannst.

Sie nutzen diese Schubkraft und stoßen die Veränderung an. So wie sich Schwimmer kraftvoll vom Beckenrand abstoßen und den Schwung nutzen.
Befreiung. Endlich ist eine Entscheidung getroffen. Noch dazu eine sehr kraftvolle Entscheidung.

Kommt dir dieses Muster bekannt vor?
Ist das wirklich der beste Weg für das Integrieren einer neuen Gewohnheit?

3 Beobachtungen zu diesem Muster

1. Das klappt nicht immer. Manchmal ärgerst du dich dann einfach weiter. Weil du diese Negativität, die Ablehnung mitgenommen hast. Als inneres Muster. Kannst du dich dann wirklich über die kleinen Erfolge freuen? Oder ziehst du dich weiter runter, wie gewohnt?

2. Die angestossene Veränderung funktioniert nicht zwangsläufig so, dass du dich gut damit fühlst. Im Affekt triffst du vermutlich nicht immer die besten Entscheidungen.
Die starke Ablehnung verzerrt deine Wahrnehmung, deine Klarheit. In diesem Zustand hast du zwar tatsächlich das Gefühl, endlich DIE Lösung gefunden zu haben. Manchmal ist es aber keine Lösung, sondern verstrickt dich noch tiefer in das Empfinden, nicht das zu haben oder so zu sein, wie du es dir wünschst.

3. Dieses Muster ist von vornherein eine Milchmädchenrechnung. Der wachsende Ärger hat mittlerweile jede Menge deiner Energie und Lebensfreude verbraten. Du zahlst immer drauf.
Anstatt dich zu ärgern, kannst du auch den ersten kleinen Schritt in ein „Dich mit dir selbst wohlfühlen“ gehen.

Sanfte Wege sind nachhaltige Wege.

Ist dein Ärger wirklich ein guter Ratgeber?
Du kannst deinen Ärger, deine Ablehnung wahrnehmen. Atmen. Diese Riesenenergie in dir spüren.
Sie annehmen und fließen lassen. Im Bewusstsein.